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X5 E53 X5 als Kombinationsfahrzeug - befreit von Steuerpflicht (geldwerter Vorteil) [Archiv] - BMW-Treff Forum

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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : X5 E53 X5 als Kombinationsfahrzeug - befreit von Steuerpflicht (geldwerter Vorteil)


Enzian
18.07.2002, 19:36
Hallo Leute,

ein anderer X5 Fahrer erzählte mir eine Story, die ich schier nicht glauben kann.

Der X5 hat ja ein zul. Gesamtgewicht von 2.65 to. Es gibt angeblich ein TÜV-Gutachten, mit dem man dieses Gewicht auf 2.8 to anheben kann. Per Einzelgutachten kann man dann Brief und Schein ändern lassen (mehrere Positionen). Der X5 läuft dann als sogenanntes Kombinationsfahrzeug.

Wer nun den X5 als Firmenwagen fährt und diesen als geldwerten Vorteil versteuert (1% vom Listenpreis + 0,03% vom LP je Entfernungskilometer Wohnort-regelmäßige Arbeitsstätte (das kommt was zusammen ca. 65.000 € LP = 650,- € + 600,- € bei 20 km = 1.250,- € zu versteuern = 600,- € netto bei Grenzsteuersatz !)

... muß diesen nicht mehr als geldwerten Vorteil versteuern !!!! ....

Anstelle dessen tritt wohl ein Anteil von ca. 10 - 15 % der Leasingrate zu versteuern (bei mir 1.400,- € = 200,- zu versteuern)

das macht 500,- € netto aus !!

Das Ganze nicht verwechseln mit LKW-Besteuerung. Es geht hier nur um die Lohnsteuerrelevanz.

Wer weiß was davon ?

mfg
enzian

FirstX
22.07.2002, 07:44
Da stimmt wohl so. Man geht davon aus, dass ein LKW nicht zu privaten Fahrten genutzt wird.

Werde meinen X5 auf über 2.8 t auflasten lassen. KFZ-Steuer ist das auch günstiger. Versicherung bleibt gleich. Ansonsten keine Nachteile.

Auflastungsanbieter gibt es im Internet.

Das Bundesfinanzministerium ist allerdings dabei zu prüfen, ob man dieses Schlupfloch nicht schließen kann. Dann ist es vorbei.

Deshalb fahren doch auch soviele Dienstwagen als M-Klasse statt S-Klasse.


Uwe

shneapfla
22.07.2002, 10:05
Von welchem Anbieter willst du daß denn machen lassen??? Ich finde die Preise halt etwas frech - es wird ja baulich nichts verändert (außerdem ist der X5 im Anhängerbetrieb ja schon auf 2805 kg zugelassen...)... :rolleyes:

otellodb
22.07.2002, 10:53
Gibt es irgendwo eine Dokumentation der Berechnung des geldwerten Vorteils für Kombinationsfahrzeuge. So heisst nämlich ein augelasteter X5 dann.

Danke für jede Info

Enzian
22.07.2002, 11:49
Hi Leute,

das zugrunde liegende Gutachten "aaS Kühnlein v. TÜV Automotive v. 22.04.2002" liegt mir leider selber nicht vor.

Die Bescheinigung selber wurde ausgestellt von der Dekra in Stuttgart.

Hat das jemand von Euch schon gemacht und weiß genau wie das geht ?

Bin für jede Antwort dankbar.

mfg
Enzian

FirstX
22.07.2002, 17:08
Guter Tipp mit der AHK-Auflastung auf 2805 kg. Werde mich bei BMW schlaumachen. Dann würde ja genügen das Fahrzeug mit AHK zu ordern und bei der Zulassung darauf achten, dass es als Kombinationsfahrzeug deklariert wird.

Nach Auskunft meines BMW-Händlers werden von BMW selbst keine Auflastungsgutachten herausgegeben. Man muss sich halt dann notgedrungen an einen der Internetanbieter wenden und die 500 Euro löhnen.

Uwe

Lars
23.07.2002, 07:17
Hallo,

mit der Auflastung müßte doch auch leichter gehen. Hab das mal bei einem Pick-up gemacht. Ich bin damit einfach nur zum TÜV gefahren, hab gesagt das er aufgelastet werden muß, der Mann hat´s eingetragen und 30 DM kassiert für die Eintragung. Das war´s.

Enzian
23.07.2002, 10:23
so einfach geht es leider nicht. Unser TÜV verlangt ein Original BMW Schreiben.

Offensichtlich gibt es einige Gutachter, die auf Basis fertiger Gutachten einfach ein neues ausstellen und damit zu einem "bekannten" TÜV oder Dekra Gutachter gehen.

mfg
enzian

Mendel
23.07.2002, 11:39
Hi all!

Bekomm meinen X5 mit AHK :) Wie verhält es sich nun ( da er ja angeblich bis 2805 zugelassen ist ) :confused:

Braucht man dann immer noch ein Auflastungsgutachten :confused: Wär doch unlogisch :D

Also einfach bei der Zulassung: "Kombination bitte" rufen :p :confused: :confused:

Best
Gregor

shneapfla
23.07.2002, 12:33
also im Schein steht: * Ziff. 15: 2805 U. Ziff. 16: H. 1630 B. ANH-BETR.

Ziffer 15 ist das ZGG und Ziffer 16 ist die Achslast (V + H).
Die zulässige Achslast beträgt ohne Anhänger vorne 1250 und hinten 1460 kg = gesamt 2710, im Anhänger-Betrieb sind das dann 2880 kg.
Warum eine Achse allerdings mehr Gewicht verträgt, wenn ein Anhänger dran ist verstehe ich nicht ganz.... :rolleyes: :rolleyes:

Enzian
23.07.2002, 16:44
?? geht dann die Zulassung als Kombinationsfahrzeug auch ohne Gutachten ?

wäre wichtig zu wissen, schließlich kostet das Teil eine Menge Geld und auch Aufwand.

Ich komme nämlich selber nicht an meinen Brief (liegt bei der Leasing)

eine Chance hätte ich mein neuer X5 wird am 6. August in München Land zugelassen (durch die Niederlassung von BMW) da könnte ich es abpassen.

Weißt du da was ??

Im Übrigen tue ich es nicht nur wegen der KFZ-Steuer. Extrem interessant ist die Versteuerung als geldwerter Vorteil. Die 1% vom LP + 0,03% vom LP je Entfernungskilometer wird ersetzt durch eine Versteuerung von 10% bis 20% der Leasingrate. Das sind pro Monat bis zu 500 EURO netto mehr im Geldbeutel.

Hat da jemand Erfahrung was diese Besteuerung anbelangt ???

mfg enzian

ulli
23.07.2002, 18:07
Hallo erstmal,

warum ein X5 mit Anhänger schwerer sein darf als ohne habe ich mich und
danach BMW gefragt. Hier die Antwort der Abt. V1-M-2-br vom 4.03.02:

"Sehr geehrter Herr..

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Die BMW x 5 Modelle mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis zu 2685 kg wurden weder als Geländewagen noch als LKW konzipiert, sonder für sportliche Aktivitäten entwickelt und typgeprüft. Eine Erhöhung des zulässigen Gesamtgewichts auf 2810 kg ist nicht möglich, weil das Fahrzeug weder für diese Gewichtsklasse ausgelegt ist noch entsprechend typgeprüft wurde.

Mit dem im Kfz-Brief eingetragenen zulässigen Gesamtgewicht vom 2805 kg im Anhängerbetrieb (Deichselstützlast 120 kg) ist gleichzeitig eine maximal zulässige Geschwindigkeit von 80 bzw. 100 km/h verbunden! Eine Aufhebung dieser Anhängereinschränkung ist daher aus technischen, bzw. fahrdynamischen Gründen ebenso wenig machbar.

Im Übirgen darf generell das bei der Typprüfung durch das KBA festgesetzte zul. Gesamtgewicht eines Fahrzeugs- aus welchen Gründen auch immer-nicht individuell erhöht werden.

Mit freundlichen Grüßen

BMW AG
Region Deutschland" Zitat Ende.

Einen grösseren Unfug hätte man kaum schreiben können. :mad:
Außerdem ist den BMW lern wohl nicht bekannt, dass in Frankreich 130 km/h
mit Anhänger erlaubt sind.

Zum Gutachten: Ich kenne einen Prüfer der auch mehr als einen X5 pro Gutachten auflastet. Also 1 Gutachten und z. B. fünf X5 bei einem gemeinsammen Termin.
Welcher X5d Fahrer aus dem Großraum Ruhrgebiet hätte denn noch Interesse?

Gruß
Ulli

c1helfer
23.07.2002, 18:28
Original geschrieben von FirstX
Da stimmt wohl so. Man geht davon aus, dass ein LKW nicht zu privaten Fahrten genutzt wird.

Deshalb fahren doch auch soviele Dienstwagen als M-Klasse statt S-Klasse.

Uwe


Wenn das so wäre, nzw so leicht ginge einen ML aufzulasten, würden
wesentlich mehr einen ML Dienswagen fahren.

Dem ist nicht so.

Zumindest nicht beim Hersteller des ML.

Dagegen spricht:

Eine Umrüstung (+ neuer Brief) wenn das Fzg vom Dienswagenberechtigten nach ca 25.000 km zum retailverkauf zurück geht.

Das Finanzamt ist ja auch nicht blöd. Jeder Dienwagenberechtigte hat den Dienstwagem auch zur privaten Nutzung und nutzt ihn auch privat. das Finanzamt kontrolliert das auch stichprobenweise

Es müsste für jedes Fzg ein Fahrtenbuch geführt werden, was bei persönlich zugeordneten Dienstwagen nicht der Fall ist.

shneapfla
24.07.2002, 08:32
@enzian
ohne Gutachten wird's wohl nicht gehen, wenn die Achslasten im Schein nicht schon die 2800 kg überschreiten...
Sollte durch die Auflastung die Firmenwagenbesteuerung wirklich so unterschiedlich sein, würde ich mir auf jeden Fall von diesen Firmen was holen:

http://www.extrem-motorsport.de/auflastung.html
http://www.sas-4x4.de/aufbmw.html
http://www.bps-comp.de/html/hauptteil_auflastungen.html

Die Erklärung die ulli erhalten hat, macht zwar auf den ersten Blick Sinn - die französischen Verhältnisse angesprochen aber schon wieder nicht mehr. Außerdem könnte man das ja im Schein eintragen: Bei Zuladung größer XY Höchstgeschwindigkeit nicht mehr als YX...

Wie siehts eigentlich mit der Garantie aus, wenn ich das Fzg. mit einem der oben genannten Gutachten auflasten???

mattkol
26.07.2002, 09:57
Um noch mal auf den Ursprung des Beitrages zurückzukommen, ich habe meinen Steuerberater befragt, der sagt: alles Unsinn, es gibt (in Deutschland) keine besondere Regelung bzw. Vergünstigung im Sinne des Beitrags für den Gebrauch von "Kombinationskraftfahrzeugen" , daher bringt eine Auflastung mit entsprechendem Eintrag nichts. Im übrigen sollten sich alle, die ihr Fahrzeug auflasten und nicht dem Auflastungszweck gebrauchen darüber im klaren sein, das sie Steuerbetrug begehen.

Enzian
26.07.2002, 11:22
Da muß ich jetzt aber heftigst widersprechen, es gibt sogar ein entsprechendes BGH-Urteil, dessen Text ich noch nicht vorliegen habe, ich aber gerade am bosorgen bin.

Sogar unser Steuerfachexperte, der insbesondere unsere Lohnsteuer bearbeitet, hat hier seine Zustimmung gegeben. Den Schriftkram dazu besorge ich mir noch.

Bei meinen betroffenen Kollegen wurde das sogar schon umgesetzt (das will allerdings keiner an die große Glocke hängen)

mfg
Enzian

mattkol
26.07.2002, 13:01
Hi Enzian, ich gebe nur das Wissen meines Steuerberater weiter, ich würde mich freuen, wenn er sich irrt und du das entsprechende Urteil besorgen würdest. Wäre dann auch für mich hochinteressant.

FirstX
26.07.2002, 16:47
Hier das Auflastungsurteil:

http://www.pkw-auflastung.de/Urteile.htm

Sowie Steuerurteile:

http://www.steuerlinks.de/download4.shtml

Nachteile sehe ich höchstens in der Frorm, dass man bei Streitereien in dieser Sache mit dem Finanzamt vielleicht schneller die nächste Betriebsprüfung im Haus hat.

Eine Info zu diesem Thema stand auch bei den Leserbriefen von Focus-Money 22/2002


Uwe

mattkol
26.07.2002, 17:36
Hallo FirstX, leider fehlt bei dem Link das Urteil, die Site ist nicht vorhanden - jedenfalls erreiche ich sie nicht. Schade- hätte mich interessiert.

otellodb
26.07.2002, 18:18
Wo steht in diesen Links etwas von einer gesonderten Berechnung des geldwerten Vorteils?

Ich habe nichts gefunden.

Enzian
26.07.2002, 20:30
Hallo Leute,

das ist ja gerade der Witz an der ganzen Sache. In diesem Urteil heißt es auf Seite 2 ganz oben (unter Betriebsvermögen), dass die 1% Regel NICHT gilt.

Es heißt ja :

"Die Regelung ist auf Kraftfahrzeuge, die kraftfahrzeugsteuerrechtlich Zugmaschinen oder Lastkraftwagen sind, nicht anzuwenden."

Durch die Auflastung wird ein X5 ein "anderes" Fahrzeug (ein Kombinationsfahrzeug), das unabhängig von der straßenverkehrsrechtlichen Nutzung ein kraftfahrzeugrechtlicher LKW wird und somit nicht mehr mit 1% + 0,03%/km zu versteuern ist.

Da auch wir den Betriebsprüfer fürchteten, haben wir uns mit diesem abgesprochen. Seiner meiner sollte anstelle der 1% Versteuerung ein anderer Geldwerter Vorteil dem Mitarbeiter berechnet werden. Er empfahl uns 10% - 20% der Leasingrate (bei unserem 100% Fullservice Leasing) als geldwerten Vorteil zu versteuern. Wir haben uns dann auf 15% geeinigt.

Eine Personalabteilung muß da natürlich auch mitspielen.

mfg
Enzian

Enzian
12.08.2002, 08:38
So, jetzt ist es passiert.

Mein nagelneuer X5 ist vergangene Woche zugelassen worden, dank rechtzeitig übersandtem TÜV Gutachten wurde es vom BMW Händler als Kombinationsfahrzeug zugelassen.

Die Personalabteilung versteuert das Fahrzeug nicht mehr mit 1% LP + 0,03% LP je km sondern mit 15% der Gesamtleasingrate (Voll-Leasing inkl. Sprit, Pflege, Steuern und Versicherung). Das macht bei meinem Steuersatz ein paar Hunderter EURO NETTO mehr auf die Kralle. :-)))

mfg
Enzian

FirstX
12.08.2002, 11:03
von welchem Anbieter hast du das Gutachten gekauft?


Uwe

Mendel
12.08.2002, 13:13
Hi Enzian!

Würde mich auch interessieren :cool:

Den Preis natürlich auch :D


Best
Gregor

Enzian
12.08.2002, 15:48
ist die Firma BPS Comp

hier der Link http://www.bps-comp.de/html/hauptteil_auflastungen.html

Das Gutachten hat inkl. TÜV 469,- EUR inkl. Märchensteuer gekostet. Mit dem Gutachten und dem KFZ Brief und Schein geht man zur Zulassungsstelle und läßt sich die Änderungen eintragen. Beim X5 sind KEINE baulichen Änderungen notwendig.

Die Zulassungsstelle informiert in der Regel auch das Finanzamt. Die setzt dann die KFZ Steuer auf einheitliche 178,xx EUR fest. Mit einer Kopie des BGH Urteils (siehe im Thread weiter oben) kann man den Gang zur Personalabteilung antreten. Die Firmensteuerberater sollte dann auch noch mitreden (die denken manchmal ganz schön verquer) Unserer hat vorgeschlagen, 10 - 20 % der Gesamtkosten des Fahrzeugs als geldwerten Vorteil zu versteuern. Wir haben uns dann auf 15% geinigt. Der Gesetzgeber hat zwar die 1% Regel für Komb.fahrzeuge verworfen - aber keine Alternative aufgezeigt. Daher der Weg über den Steuerberater.

Ich wäre sehr an Euren Erfahrungen interessiert

mfg
Enzian

Mendel
12.08.2002, 16:12
Hi Enzian!

Danke für die Info :) :) :)

Werd heut abend mal mit meiner Frau über die Sache sprechen, die ist nämlich Betriebsprüferin beim Finanzamt :D

Mal schauen ob so was bei einer eventuellen Betriebsprüfung unanfechtbar ist ;)

Bei meiner Firma (nichts großes) ist Sie nämlich besonders pingelig :cool:


Best
Gregor

Mendel
13.08.2002, 09:04
Hi all!

Die Frage bzgl. geldwerter Vorteil (1%-Regelung) wird momentan gerade von meiner Frau und Ihren Kollegen sowie Vorgesetzten ausdiskutiert :D Ich lass euch das Ergebnis wissen :rolleyes:


Nur mal so ´ne Frage am Rande:

Hat der 3.0d eigentlich keine Euro4 Norm (und somit bis zu 613,55 EUR steuerbefreit) :confused:

Hat er nur Euro 3 :confused:

Danke für ´ne Info!


Best
Gregor

Mendel
13.08.2002, 09:20
uhhhps... hab´s selbst im world wide web entdeckt :

Euro 3 nur :(


Best
Gregor

Mendel
14.08.2002, 13:31
Hi all!

Also das Brainstorming der Betriebsprüfer ist abgeschlossen :rolleyes:

Die Steuerersparnis bei der KFZ-Steuer ist unbestreitbar rechtens.

Aber jetzt kommt´s: Die 1% - Regelung ist trotz Auflastung definitiv anzuwenden :( :( :(

Das hier oftmals angeführte Auflast-urteil taugt logischerweise nur für die KFZ-Steuersache und das andere Urteil schließt lediglich LKW´s aus und nicht auch die Kombinationsfahrzeuge.

Die angesprochene pauschale Anrechnung von 10 bis 20 Prozent der Gesamtleasingrate entbehrt jeder Grundlage und ist in diesem Falle wie von Enzian berichtet evtl. Goodwill des dortigen Prüfers - aber definitiv nicht normal.


Mattkol und sein Steuerberater liegen vollkommen richtig :rolleyes:

Best
Gregor

Enzian
14.08.2002, 13:55
Hallo Mendel,

der von Dir geäußerten Ansicht haben wir uns zu Beginn der Aktion zunächst auch angeschlossen. Wenn man jedoch das entsprechende Urteil dazu liest, dann steht da wörtlich

... Die Regelung ist auf Kraftfahrzeuge, die kraftfahrsteuerrechtlich Zugmaschinen oder Lastkraftwagen sind, nicht anzwenden. ....

Es heißt hier also eindeutig nicht LKW, sondern alle Kfz, die rein steuertechnisch als LKW behandelt werden.

Hier ist übrigens nochmals der Link zu dem Urteil:

Betriebliche Fahrzeugnutzung zu Privatfahren (1%-Regelung)

Ertragsteuerliche Erfassung der Nutzung eines betrieblichen Kraftfahrzeugs zu Privatfahrten, zu Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte sowie zu Familienheimfahrten nach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6 und § 6 Abs. 1 Nr. 4 Sätze 2 und 3 EStG Anwendung des Gesetzes zur Einführung einer Entfernungspauschale vom 21. Dezember 2000 (BStBl 2001 I S. 36) sowie des BFH-Urteils vom 3. August 2000 - III R 2/00 -, BStBl 2001 II S. 332 [ BMF-Schreiben vom 21. Januar 2002 - IV A 6 - S 2177 - 1/02 ]

[PDF, 106 KB]
Betriebliche Fahrzeugnutzung zu Privatfahren (http://steuerlinks.de/download/BetrieblicheFahrzeugnutzung.pdf)

Ich stimme Dir aber in jedem Fall zu, dass die Interpretation dieser Geschichte in Abstimmung mit dem Steuerberater/Betriebsprüfer erfolgen muß. Glücklicherweise sehen die Unseren das im Sinne der Mitarbeiter die sich wie ich über dieses Steuergeschenk freuen. Bei mir hat es jedenfalls funktioniert.

mfg Enzian

Mendel
14.08.2002, 15:43
Hallo Enzian!

Tja, wenn dieser Satz (... die kraftfahrtsteuerrechtlich ... nicht anzuwenden) doch zutrifft, warum sollte man dann noch die Gesamtleasingrate mit 15 % versteuern :confused: :confused: :confused:

Und da liegt nämlich das Problem. Man ist sich der Sache nicht so sicher. Also wenn man sich schon auf diesen Satz beruft, dann bitte aber richtig und überhaupt nichts versteuern :cool:

Dann kommt jedoch der Einspruch von der Steuerbehörde, sprich Finanzamt, nachdem man dann wiederum Einspruch eingelegt hat, kommt die Ablehnung durch die Einspruchsstelle, und dann bleibt nur noch der Weg zu den Finanzgerichten. Da wäre ich mal gespannt :D

Denn kaum jemand hat die Möglichkeit sich bereits vorab mit seinem Betriebsprüfer abzusprechen, denn man weiß ja nie wer kommt. Anders ist es natürlich bei Riesenfirmen, die der ständigen Betriebsprüfung unterliegen und der Betriebsprüfer vom Finanzamt schon zum Mobiliar gehört. Nur so ist auch deine Regelung zustande gekommen ;)


Best
Gregor

FirstX
14.08.2002, 17:08
Durch die Auflastung wird der X5 "kraftfahrzeugsteuerrechtlich" doch ein LKW.
Es muss halt eine Firma sein, die halt auch was zu transportieren hat.

Ich habe gehört, dass unter Architekten, Tierärzten usw. einen Geländewagen mit über 2,8 to zu verwenden um die 1% Regelung zu umgehen gängige Praxis sei.

Allerdings würde ich auch nichts freiwillig zahlen.


Noch ein Text zum Thema (http://www.rewist.de/infos/rechtsberatung/0203_kfz.html)

Uwe

Ruler6th
20.12.2002, 10:19
Original geschrieben von Enzian
ist die Firma BPS Comp

Das Gutachten hat inkl. TÜV 469,- EUR inkl. Märchensteuer gekostet. Mit dem Gutachten und dem KFZ Brief und Schein geht man zur Zulassungsstelle und läßt sich die Änderungen eintragen. Beim X5 sind KEINE baulichen Änderungen notwendig. Hallo Enzian,

zum Thema Auflastung beim X5 habe ich noch 2 weitere Anbieter gefunden, die aber teurer als die von Dir genannte Firma sind. Die Firma Stock&Stein (Tel. 0231-803563) und die Firma SK Handels AG (Tel. 08544-7937). Bei beiden habe ich angerufen und mich nach dem Aufwand erkundigt. Keine baulichen Veränderungen gibt es nur, wenn die Luftfederung vorhanden ist, ansonsten müssen die hinteren Federn getauscht werden.

Bei der vor Dir angegebenen Adresse konnte ich tel. niemanden erreichen. Deshalb die Frage an Dich: War das bei Dir genauso (Wechsel der hinteren Federn, wenn keine Luftfederung vorhanden), oder erteilen die das Gutachten generell ohne bauliche Veränderungen?

Das Thema Auflastung beim Diesel wird umso interessanter, als in der heutigen Ausgabe der "Auto-Bild" angekündigt wird, dass im Jahre 2004 die KFZ-Steuer für Autos der Euro-Normen 2, 3 und 4 um bis zu 32 Prozent steigen sollen.

Gruß

Ruler

FirstX
21.12.2002, 08:57
Seit Oktober ist es vorbei mit dem einfachen Gutachten per Post. Das Fahrzeug ohne Luftfederung braucht andere Federn und muss dem TÜV zum Eintrag vorgefahren werden.

Entweder hat der Gesetzgeber oder BMW der früheren Praxis einen Riegel vorgeschoben.

Lohnt sich also aufgrund der KFZ-Steuer nur wenn man die Karre länger fährt. Und noooch härtere Federn hinten? Nein danke.


Uwe

Enzian
22.12.2002, 11:06
Hi Leute,

bei mir hat das Ganze ohne jegliche Änderungen an der Federung (habe keine Luftfederung) funktioniert. Bei BPS arbeitet offensichtlich nur eine enzelne Person, hatte auch ein paar Schwierigkeiten, da jemand zu erreichen, hat dann aber doch funktioniert.

Mein Gutachten kam Anfang August. Die Zulassung (Erst-) hat sogar mein BMW Händler vorgenommen. Hat alles einwandfrei geplappt.

Was die 15% Versteuerung anbelangt - entweder man versteuert alles - oder die Regel gilt eben nicht, dann ist gar nichts zu verteuern. Das sagt mir mein privater Steuerberater auch. Das meine Firma zu dieser Regel greift, kann ich leider selber nicht beeinflußen. Aber egal. ob ich nun 750,- € oder nur 220,- € versteuere, die Ersparnis macht genug aus!

Dass nun auf einmal andere Federn verbaut werden müssen, um die Auflastung zu erreichen, das ist schön äußerst merkwürdig.

mfg
enzian

B 52
22.12.2002, 11:51
Hi,

das ist ja mal ne interessante Online-Diskussion.

Hab mal ne Frage am Rande: Wenn mein X 5 zum LKW wird, wie sieht es denn dann mit dem Sonntagsfahrverbot auf Autobahnen aus? Gilt das dann auch oder müssen sich daran nur LKWs ab einer bestimmten Gewichtsklasse halten?

shneapfla
22.12.2002, 11:54
Das Sonntagsfahrverbot gilt nur für LKW mit einem GG über 7,5t, davon bist du also nicht betroffen. Die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 80 km/h gilt auch erst für LKW ab 3,5t GG, das einzig von dem man bei so einer Auflastung betroffen ist, ist (afaik) das Schild "Lkw parken verboten" (oder so), das gilt schon ab 2,8t....:rolleyes:

FirstX
22.12.2002, 15:06
Bei BPS arbeitet offensichtlich nur eine enzelne Person, hatte auch ein paar Schwierigkeiten, da jemand zu erreichen, hat dann aber doch funktioniert. BPS ist anscheinend umgezogen. Ich hatte im Oktober mit denen telefoniert und erfahren dass die "Enzian Auflastung" nicht mehr geht

Zu BPS... (http://www.bps-comp.de/html/auflastungen.html)

Einkommensteuerlich (1% Regelung) habe ich nichts gemacht - mein Steuerberater meinte es hat keinen Sinn, es gäbe inzwischen genügend Entscheidungen bei denen nachversteuert werden musste.

Habe angefangen Fahrtenbuch zu führen - denn bei der angedrohten 1,5% Regelung rechnet sich der Dienstwagen nicht mehr.
Konsequenz: werde keine Mitarbeiter mehr einstellen - im Gegenteil, Gewinne herunterschrauben und das Steuerrecht bis zum Anschlag ausnutzen. Und nebenbei noch ein Minijob. :D

Anscheinend hat man bei den Sozen nicht verstanden, dass unter den Dienstwagenfahrern diie Leute in Deutschland sind, die den Motor der Wirtschaft antreiben - ob selbstständig oder angestellt.

Es lebe der Sozialneid.


Uwe

koso
22.12.2002, 16:43
High

Noch ein Zusatz zum Fahrverbot für LKW an Sonn- und Feiertagen:

Nicht nur allein die zGG des LKW ist entscheidend, sondern vielmehr auch die Tatsache, dass, sobald ein Anhänger mitgeführt wird, das Fahrverbot für alle LKW greift, und zwar unabhängig vom Gewicht!!!

ERGO: Fahre einen als LKW deklarierten X5 niemals mit Pferdehänger oder Wohnwagen im Sinne des o.g. Fahrverbots, es sei denn,
du hast eine Ausnahmegenehmigung.:confused:

Lars
23.12.2002, 09:54
Original geschrieben von koso
High

Noch ein Zusatz zum Fahrverbot für LKW an Sonn- und Feiertagen:

Nicht nur allein die zGG des LKW ist entscheidend, sondern vielmehr auch die Tatsache, dass, sobald ein Anhänger mitgeführt wird, das Fahrverbot für alle LKW greift, und zwar unabhängig vom Gewicht!!!

ERGO: Fahre einen als LKW deklarierten X5 niemals mit Pferdehänger oder Wohnwagen im Sinne des o.g. Fahrverbots, es sei denn,
du hast eine Ausnahmegenehmigung.:confused:

Stimmt schon, aber welcher Polizist weiß, daß der wagen aufgelastet wurde, selbst wenn er den Fahrzeugschein in der Hand hält.

Enzian
23.12.2002, 15:40
Hi Leute,

nicht, dass hier eine Diskussion einen falschen Weg nimmt.

Die Kraftfahrzeugsteuertechnische Beurteilung eines aufgelasteten X5 hat mit der Zulassung eines LKW rein gar nichts zu tun !!!!

Der aufgelastete X5 ist ein "Kombinationsfahrzeug" und kein LKW !

Damit ist hier keine Rede von irgendwelchen wilden Kombinationen mit Anhänger, Fahrverbot, Geschwindigkeitsbeschränkungen oder sonst etwas.

Der einzige und alleinige Zusammenhang betrifft die KFZ-Steuer, bei der ein Kombinationsgfahrzeug einem LKW gleichgestellt bzw. gleich abgerechnet wird.

Was neuere Steuerentscheidungen anbelangt, würde mich das sehr interessieren, da mehrere meiner Kollegen sich der gleichen Überlegung wie ich hingeben (bei mir funktioniert das mit dem Wegfall der Besteuerung des geldwerten Vorteils immer noch prima.)

wer also Infos über neue Regelungen hat, ist bei mir immer willkommen.

mfg
enzian

grueale
01.01.2003, 17:36
Hallo Leute,

habe mich jetzt zwar nicht durch den gesamten Thread gewühlt, aber vielleicht hilft Euch der Artikel zum Thema Auflastung in "alles allrad" 01/2003 auf Seite 38 weiter.
Ist zwar nur eine Zeitung aus dem Bild-Konzern .....

Gruß
Alex