Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 5er E39 Schwammiges Fahrverhalten; Kaum Kontrolle über's Auto
Mir ist schon vor 'nem halben Jahr aufgefallen, dass das Fahrverhalten unseres E39 etwas schwammig ist. Hab's bis dato auf die Federn geschoben und bin davon ausgegangen, dass sei demnächst irgnedwann einfach mal ausgewechselt werden müssen.
Die letzte Woche wars schon etwas schlimmer und auf meiner Heimfahrt am Freitag hatte ich schon das Gefühl, dass das Auto seinen eigenen Willen durchsetzen will :eek:
Auf der freien Autobahn war ich gerade am Beschleunigen, auf etwa 190 km/h merke ich plötzlich, wie der Wagen nach links und rechts reißt. Bei geradem Fahren zog der Wagen plötzlich nach links, so dass ich schnell Gegenlenken musste. Zwei Sekunden später zog er dann nach rechts, immer abwechseln. Ich bin dann schnellstmöglich mit der Geschwindigkeit runtergegangen, da ich mich bildlich schon in der Leitplanke sah :eek: .
Dieses schwammiger Fahrverhalten wird extremer, je schneller man fährt.
Im Stadtverkehr fällt es gar nicht auf. Bei 120km/h merkt man es schon, es ist jedoch unter Kontrolle zu halten. Ab 140 kommt ein unangenehmes Gefühl auf und bei den Geschwindigkeiten darüber ist man schon selbstmordgefährdet.
Weiß jemand, woran das liegen könnte? Der Luftdruck der Reifen ist gleichmäßig.
Erwähnenswert ist vielleicht auch noch, dass, bevor es am Freitag so extrem wurde, ich beim Auffahren auf ne Tankstelle noch mit ca. 20km/h über den abgesenkten Bordstein (Höhe ca. 3-4cm) gefahren bin, da ich die Einfahrt verplant hatte. :rolleyes:
Könnten die vorher schon existenten Schäden dadurch vergrößert worden sein?
Danke schon mal im Voraus
Hallo,
also deiner Beschreibung nach würde ich fast auf die Querlenker tippen. Denn die sorgen grundsätzlich dafür, dass die Federbeine in Fahrtrichtung bzw. quer dazu nicht ausgelenkt werden.
Mfg, Jordy
Fahrfrosch
10.04.2006, 14:16
Hallo Erdem,
bin durch Suchfunktion hier gelandet, gehöre eigentlich zum Dreier E46, hatte einen 323i. Ich habe die gleiche Erfahrung gemacht wie Du, nur mit dem Unterschied eines Endes in der Leitplanke mit Totalschaden und sonstigen Verletzungen. Wir hatten noch richtig Glück. Das Gutachten hat eindeuig den vorzeitigen Verschleiß der Querlenker / Radführungsgelenke als Unfallursache festgestellt. Das rechte Gelenk ist sogar rausgesprungen, das Rad ließ sich nicht mehr lenken und der Wagen machte sich in Schlangenlinie selbständig. Dass er insgesamt nach links in die Leitplanke zog, konnte ich durch das Gegenlenken nicht verhindern. Richtig zu schwimmen begann der Wagen erst wenige Sekunden zuvor. Bevor ich überhaupt reagieren konnte, war es schon passiert. Als es anfing, hatte ich ca. Tempo 200 km/h drauf. Fahrleistung erst 69t km, Baujahr 2000. Die Frühsignale des Querlenkerverschleißes haben wir wohl nicht ausreichend ernst genommen, alles auf schlechte Fahrbahn und Seitenwind geschoben. Bis dahin wussten wir auch nichts über dieses Problem, sonst hätten wir die Querlenker ja austauschen lassen. egal wie teuer das gewesen wäre. HU und Inspektionen hatten offenbar nicht genau genug hingesehen.
Wir sind gerade dabei, eine Klage gegen BMW vorzubereiten, da die sich nicht in der Verantwortung sehen. Zudem werden wird dieses gefährliche, zumindest aber höchst ärgerliche und für viele kostspielige Problem in den Medien publik machen. Denn die Querlenker sind beim Dreier E46, wie schon beim E36, ein chronisches Problem, müssen oft schon nach wenigen zehntausend km ausgetauscht werden. Dafür gibt es unzählige Belege. Ein Rückruf seitens BMW wäre angebracht, das sagen auch viele Experten, zumindest eine Aufklärung aller BMW-Fahrer über dieses Risiko. Aber irgendetwas muss geschehen.
Du hattest ja riesiges Glück, ich verstehe nur nicht, wieso Du nicht sofort in die Werkstatt gefahren bist bei derart gravierenden Anzeichen. Ist denn inzwischen etwas festgestellt worden?
Ich werde in diesem Forum unter Dreier-BMW nach weiteren Geschädigten fahnden.
Gruß Fahrfrosch
Thomas530
10.04.2006, 14:56
Die Querlenker meines 320i wurden auch bereits nach 30000 Km getauscht,da war das Fahrzeug gerade 2 Jahre alt.
Dabei wurde es hauptsächlich auf Autobahn und Bundesstrasse bewegt.
Da ich das Fahrzeug aber vor 2 Jahren mit 45000 Km abgegeben habe,kann ich nicht mehr zum Thema sagen.
Es war eine e46 Limo aus 04/2001 mit normalem Fahrwerk und im Winter 195/15er Reifen und im Sommer 225/17vorn und 245/17hinten.
@Fahrfrosch:
Wieso machst du BMW dafür verantwortlich dafür wenn deine Querlenker kaputt waren und du die Warnzeichen ignoriert hast und dein TÜV-Prüfer nicht genau hingesehen hat und diese auch nicht bemängelt hat.
Gottseidank ist dir ja bei deinem Unfall nichts passiert aber BMW die Schuld zu geben für deine Nachlässigkeit auch wenn das verantwortliche Bauteil einen übermäßigen Verschleiß hatte finde ich ein wenig übertrieben.
Fahrfrosch
10.04.2006, 19:56
@Josef
Dein Parteiergreifen für BMW in allen Ehren, und wer mit seinem Fahrzeug diese Probleme nicht hat, kann von Glück reden, aber der zunehmenden Schlamperei muss doch endlich mal etwas entgegengesetzt werden.
Leider ist es zur Massenerscheinung und zu einem Endlosthema geworden: Kosteneinsparungen deutscher Autobauer zu Lasten der Sicherheit. Das geht Audi so, aber vor allem Mercedes, letztere haben dadurch einen riesigen Imageverlust in der Welt erlitten, da sie gerade darauf immer so viel Wert gelegt hatten. Doch was nützen exotische Innovationen und die tollste Ausstattung, wenn die einfachsten Dinge an einem Auto nicht mehr sicher funktionieren. Der Druck auf die Zulieferer steigt ständig, wer die Preise nicht senkt, und damit die Kosten für die Autohersteller, fliegt raus. Die Japaner legen inzwischen mehr Wert auf Qualität und Sicherheit als wir - das ist traurig, rächt sich aber.
Das Querlenkerproblem beim Dreier E46 ist hausgemacht, eine Nachlässigkeit oder ein Fehler bei der Entwicklung. Das bestätigt jeder Fachmann. Hier wurden die alten Probleme des gummigelagerten Traggelenks auf den neuen (E46) Querlenker übertragen. Das gibt BMW sogar zu, hat Anweisungen an TÜV und Dekra rausgegeben, darauf zu achten, doch handelt BMW nicht adäquat. Bei Audi gab es wegen des gleichen Problems vor zwei Jahren eine Rückrufaktion.
Die Foren und Chats sind voll mit verärgerten E46-Fahrern, die bereits nach 30 bis 40t km ihre QL austauschen lassen müssen. Das ganze ist doch haarsträubend, eine einzige Farce. Ich muss mich bei einer Premiummarke wie BMW doch zumindest auf Bremsen und Lenker verlassen können, ohne ständig höchst fachmännisch auf kleinste Veränderungen des Fahrverhaltens achten zu müssen. Im Stadtverkehr und bei niedrigeren Geschwindigkeiten sind die Veränderungen ohnehin nicht zu spüren. Und bei den immer schlechteren Straßen mit all den Schlaglöchern, zumindest in meiner großen und verarmten Stadt Berlin, stumpft man eher ab in der Wahrnehmung. Das Gutachten hat auch attestiert, dass sich der Fahrer an die Veränderungen im Fahrverhalten bei verschlissenen Querlenkern, die schleichend eintreten, gewöhnen kann.
Auto ist kein Hobby für uns, sondern ein Gebrauchsgegenstand, der funktionieren muss, auf den man sich verlassen können muss, auch wenn man nichts von diesen ganzen Schwachstellen weiß. Niemand kann uns anlasten, auf Frühwarnsignale nicht geachtet zu haben. Deshalb waren wir doch gerade bereit, mehr Geld zu investieren, den Wagen pfleglich zu behandeln, vernünftig zu fahren und regelmäßig die Inspektionen machen zu lassen. Wenn mir von BMW jemand auch nur den kleinsten Hinweis auf diese generelle Schwäche der Modellreihe gegeben hätte, wäre ich doch sofort aufmerksam geworden und bereit gewesen, die Lenker eingehend untersuchen und notfalls austauschen zu lassen, egal zu welchem Preis.
Wir haben zwei Kinder, die an dem Tag zum Glück nicht im Wagen waren. Und verletzt worden sind wir auch: meine Frau lag eine Woche im Krankenhaus und hat ein dauerhaft lädiertes Auge. Die Kasko hat nur einen Teil reguliert, da in dem Gutachten eindeutig der Betriebsschaden als Unfallursache festgestellt worden ist. Den Rest sollen wir uns von BMW holen. In einem solchen Fall kann nur der Hersteller haften.
Wen das Problem näher interessiert: der letzte längere Thread zum Dreier E46 ist bei www.motor-talk.de unter "Querlenker / Traggelenke" zu finden.
Gruß Fahrfrosch
Ja das Problem Querlenker ist mir auch bekannt und das es ein "leiden" bei BMW Fahrzeugen ist auch. Gerade deshalb bin ich der Meinung das eine gewisse Sorgfaltspflicht vorallem bei so sicherheitsrelevanten Teilen nicht vernachlässigt werden sollte. Wenn man merkt das sie hinüber sind sollte man sie auch schleunigst ersetzten.
Will hier nicht BMW verteidigen. Bin kein Anwalt von BMW und finde es auch nicht gut das man immer mehr als Versuchsfahrer mißbraucht wird. Aber man kann einfach nicht die ganze Schuld immer auf andere abwälzen und behaupten man selbst kann dafür nichts.
es ist aber nicht wie eine bremsscheibe deren verschleiß man leicht erkennen kann oder ein intervall/eine anzeige
wie soll man als leie den schleichenden verschleiß feststellen? (im anfangsstadium?!)
hier wären auch mal mehr "tipps und tricks" dazu wünschenswert :rolleyes:
Bei BMW wurde gesagt, die Querlenker seien volkommen in Ordnung.
Es hätte wohl daran gelegen, dass die Reifen unterschiedlich viel bzw. zu wenig Druck drauf hatten.
Da jetzt bereits neue Reifen drauf sind und der Luftdruck überall stimmt, ist es tatsächlcih auch weniger geworden.
Habe gestern jedoch wieder das gleiche Verhalten bemerkt, kann es diesmal jedoch anders beschreiben:
Die Lenkung hat zu viel Spiel. Lenkung oder die Räder, keine Ahnung, was genau.
Die vorderen Räderlassen sich durch Spuirrillen oder von selbst (keine Ahnung) einfach in eine Richtugn ziehen. Dabei bewegt sich das Lenkrad garnicht, weil es zuviel Spiel hat. Wenn ich dann etwas härter gegenlenken muss, ist man schon wieder am gefährlichen Zickzackfahren.
Woran kann es denn jetzt liegen, wenn's nicht die Querlenker sind?
Irgendwelche Radaufhängungen? Kenne mich da überhaupt nicht mit aus.
bbbbbbbbbbbb
25.05.2006, 14:45
Es gibt 3 Möglichkeiten:
1. Lenkgetriebe ausgeschlagen
2. Lenkgelenk ausgeschlagen (sieht man sehr gut im Motorraum und kann man auch prüfen)
3. Spurstangen ausgeschlagen (eher selten) oder irgendwie beschädigt durch heftigen Schlag
Und wie passiert sowas?
Muss man dazu übern Bordstein rasen?
frankman
25.05.2006, 15:56
ja, unter anderem !!
Schlecht ist es auch im Stand zu lenken oder gegen eine Widerstand zu lenken, etwa wenn ein Rad gegen den Bordstein drückt. Da gibt es Spezialisten, die dann mit Gewalt am Lenkrad ziehen und wegfahren.
Gelenke können auch durch häufiges Befahren schlechter Straße mit hoher Geschwindigkeit ausschlagen. Gelenke sind halt Verschleißteile - wie beim Menschen auch -> Arthrose :D .
Greetings
frankman
Hi,
der Effekt kann auch durch zu weiche, d.h. defekte, Tonnenlager an der HA auftreten. Die HA lenkt dann mit und es scheint so, als ob die Lenkung in bestimmten Situationen Spiel hätte.
Gruß
Henry